Erlebnisse Ende August

Zuerst habe ich meinen ersten Spielplatz so richtig unter die Lupe genommen. Das Grillfest bei Omi und Opa wurde mir verwehrt, ich wurde mit Maisstangen abgespeist. Dafür konnte ich meinen Patenonkel bei seiner Arbeit besuchen gehen und bekam von Mami’s Arbeitskollegin ein Rutschauto geschenkt. Für das große Auto bekam ich einen neuen Kindersitz, da mir der alte schon viel zu klein war. Und wie immer habe ich Paps beim Kochen beobachtet. Seine Haubenkochhaube passt noch nicht so ganz. Dafür weiß ich jetzt, wie dieser komische Fernseher, in dem sich immer alles dreht, funktioniert!

Erziehungstipp: Die Kabelgefahr

Aus irgendeinem Grund lieben Kinder offensichtlich Kabel und Schnüre in allen Varianten. Damit die Laptops nicht vom Tisch fliegen und die 5.1-Lautsprecherkabel nicht durchgeknabbert werden empfehle ich das Installieren sogenannter Dummykabel, an denen sich der Sproß austoben kann.

Natürlich müssen die richtigen Kabel aus dem Weg geschafft oder verdeckt werden, soll es zu keinem bösen Unfall kommen.

Bretagne, Tag 5: Die Abreise

Wir hatten ein wenig Streß mit der Rückreise, da wir Angst vor einem erneuten Stau um Paris hatten. Angeblich staut es sich um Paris immer, und haben daher großzügig kalkuliert.

Letzte Fotos gab es nur eines aus dem Fenster, die Schlossfotos haben wir vorher geschossen.

Das Schloß Château de Trédion können wir nur wärmstens empfehlen. Es hat ein wunderbares Schloß-feeling, tolle Zimmer bzw. Mini-Appartements mit ausreichend Schlafmöglichkeiten zu einem durchaus moderaten Preis. Man wird hier nicht den ganzen Tag im Zimmer verbringen – wer Jacuzzi, Buttler und Champagnerfrühstück wünscht ist hier an der falschen Adresse. Der Schloßgarten soll wunderschön sein – wir hatten leider keine Zeit um ihn zu besuchen.

Natürlich haben wir Paris relativ schnell umschifft, ohne Stau, und konnten daher die restlichen 3 Stunden am Flughafen in einem original French Irish Pub verbringen 🙂

Bretagne, Tag 4: Faire le tourisme

Zuerst fuhren wir nach Quimper. Laut Reiseführer ein Ort an dem die typisch bretonische Architektur zu bewundern ist. Die Kelten dürften es mit rechten Winkeln und dem Lot nicht so genau genommen haben, und darüber hinaus ein sehr farbenfrohes Volg gewesen sein. Denn so schief und krumm und bunt habe ich schon lange nichts gesehen. Ein einzigartiges Flair umgibt einen beim herumflanieren; die Stadt macht einfach Spaß.

Danach wollten wir in ein am Meer gelegenes Dorf zwecks Abendgestaltung und landeten in Concarneau. Ein langezogenes Meeresdorf sind wir auf der Suche nach dem Ortskern immer wieder an der Stadtgrenze gelandet. Schließlich parkten wir auf einem riesigen Parkplatz mit kleinem Karussell, da es wie ein „Hauptplatz“ aussah, die Marina gleich daneben war und ein kleiner Turm mit einer Uhr zu sehen war. Es stellt sich heraus, dass dieser Turm den Eingang zu einer eingemauerten, befestigten „Insel“ markierte, die eigentlich die Altstadt namens Ville Close ist. Alle Geschäfte waren geschlossen, offensichtlich haben die Kaufleute am Montag frei.

Das Abendessen war zwar superfrisch, aber nicht umwerfend wie am Tag zuvor.

Bretagne, Tag 3: Der Tag danach

Der Tag danach begann spät … das 13:oo Uhr Brunch im familiären Umfeld erreichten wir mit Stunden Verspätung. Neben einer weiteren Portion Austern gabe es auch Grillwürste in Crêpes sowie Kaffee, Tee und Konsorten. Manche tranken auch Rotwein … ob „noch immer“ oder „schon wieder“ konnte ich nicht herausfinden.

Anschließend fuhren wir nach Auray, einem kleinen Örtchen das einige Entscheidungsschlachten in der Geschichte austragen musste. Es ist in eine Oberstadt am linken (westlichen) und ein Hafenviertel am rechten (östlichen) Ufer geteilt. Neben der romantischen Idylle kann man hier wunderbar essen. Unter anderem Kouignettes (Rezept folgt) und allerlei Fischgerichte.

Bretagne, Tag 2: Die Hochzeit

Der Treffpunkt zur Hochzeit von Charlotte und Christophe war für 14:00 Uhr angesetzt, da hatten wir genug Zeit um nicht in Stress zu kommen. Zum Frühstück durften wir uns im Wohnzimmer der Hausbesitzerin zwischen 3 Couchen und 2 Lesesesseln auf einen Esstisch zwängen und wurden „original bretonisch“ befrühstückt. Leicht gesalzene Butter, dazu diverse Marmeladen und Apfelmus (?) auf einer Art „Striezl“, einem süßlichen Brot mit einer Croissant-artigen Konsistenz.

Danach kam die entspannte Aufbrezelung für die Hochzeit. Da wir nur ein miniatur-Bad hatten, und das noch mit 2 weiteren Parteien der Pension teilen mussten, habe ich mich rasch geduscht um dann die Gegend zu inspizieren. In den nahegelegenen Delikatessen- und Spezialitätengeschäften habe ich ein paar Souveniers besorgt.

Gegen 14:00 Uhr kamen wir dann zur Kirche wo wir uns dann erst alle einmal begrüßten und in Grüppchen sortierten – die weitgereisten Ösis, die Schulfreunde, die Eltern usw. Bald wurde ich dann auch zum Klaviertragen beordert, wobei mir der tiefere Sinn dieses speziellen Musikinstruments verborgen blieb.

Charlotte und Christophe’s Hochzeit war sehr nett. Es wurde viel gesungen, es war festlich und dennoch locker, und die Kirche war ausnehmend schön. Am Ende konnten wir vor dem Haupttor der Kirche dem frischvermählte Ehepaar huldigen.

Anschließend mussten wir einige hundert Meter zum „Strand“ wandern, wo ein Mega-Gruppenfoto geschossen wurde. Anschließend brachen alle auf, um zum Schloss, dem Ort der Hochzeitsfeier, zu fahren. Dort angekommen wurden wir auch sofort mit Champagner (kein Sekt!!) und diversen Canapés und Häppchen empfangen. Das Wetter spielte leider nicht mit, wir mussten relativ bald im Schloß Schutz vor dem Regen suchen, was dem Angebot and Champagner und Amuse-Geules sowie frischen Austern jedoch keinen Abbruch tat.

Während die gesamte Hochzeitspartie langsam in Richtung Festsaal wanderte nutzten wir die Gelegenheit, um im Schloss einzuchecken und unser Zimmer zu begutachten. Hiervon existieren interessanterweise keine Fotos, wobei das Zimmer, eigentlich ein kleines Appartement, sehr angenehm war. Tolles Bett, sauberes Badezimmer, alles jedoch ziemlich klein aber dennoch gemütlich.

Zurück im Festsaal wurden wir mit mehreren Gängen versorgt, durften lustige Videos aus Charlotte’s und Christophe’s Kindheit sehen sowie peinlichen Geschichten der beiden lauschen.

Anschließend gingen wir in den Partykeller und tranken und tanzten bis in die frühen Morgenstunden.

Bretagne, Tag 1: Die Reise

Nach unserer Ankunft in Paris „Charly Gaul“ kurz nach 2 machten wir uns auf die Suche nach unserem Mietauto. Über die ÖAMTC-Homepage haben wir einen günstigen Mietwagen gefunden und machten uns auf die Suche nach Holiday-Autos. Nur fanden wir in der Zone, die als Mietwagenmietzone markiert wurde, kein Holiday-Auto. Auf unserem Voucher stand glücklicherweise eine Telefonnummer, die uns dann zu einem „Agent“ namens National-Citer lotste.

Hier wurde uns dann bewusst, dass 2 Zeilen unter der Telefonnummer, bei „Handling Agent:“ eben genau National-Citer stand.

Da wir nur mit einem Ausdruck von Google Maps von Paris in ein kleines Dorf in der Bretagne wollten, fragte ich nach den Kosten eines Navi. Es gab in unserer Klasse (Peugeot 308) keine eingebauten Navis, tragbare Navis gaben die nicht her, also mussten wir upgraden.

Für schlappe €36,00 Aufpreis bekamen wir dann einen Citroën C5 – ein feines Auto.

Zum ersten mal mit einem Navi unterwegs haben wir dann erst einmal ein paar „Justierungskreise“ um Paris CDG drehen müssen – dass das Ding auf englische Yards eingestellt war half nicht wirklich.

Als wir dann endlich richtig unterwegs waren kamen wir unverzüglich in einen Stau. Paris CDG liegt Nordöstlich von Paris, wir wollten in den Westen von Frankreich und mussten somit um Paris herum. Wer Paris kennt, weiß, dass  es sich hier immer staut. 2 Stunden Staustehen später bewegten wir uns mit „normaler“ Geschwindigkeit Richtung Sarzeau, dem Ort unserer Herberge.

Eine neue Ära – Püreenahrung

Nachdem Cassius-Dio nun 0,5 Jahre alt ist können wir ihm mit den Geschmäckern dieser Welt vertraut machen. Das allererste Karottenpüree ging erstaunlich gut hinunter, ebenfalls das erste Wasserfläschchen. Obwohl ihm das alles nicht ganz geheuer war machte er brav mit und scheint sich immer weniger anstrengen zu müssen, um das Zeug runterzuwürgen.