Aus einem running Gag wurde eine Kurzreise.

Insgesamt ca 960km, 17h Netto-Fahrzeit.
Tag 1: 485km, 10h


Abfahrt aus Wien am Mittwoch, 10:00 Uhr. Alle Sachen gepackt, für den Kurztrip mit nur einer Übernachtung hat ein zweites Paar Unterwäsche und Socken gereicht.


Michael hatte Größeres vor und war entsprechend besser ausgerüstet. Die halbe Werkstatt hat auch noch auf dem Sozius Platz gefunden.


Erster Boxenstopp in Eisenstadt. Ein bisschen Autobahn war ganz gut, damit ich mich von der Zuverlässigkeit unserer letzten Schrauberaktionen überzeugen konnte. Vergaser schnurrt wie eine Katze, Benzinpumpe pumpt, nirgends rinnt etwas aus, keine komischen Gerüche. Volltanken und weiter geht’s über Klingenbach nach Ungarn.


Die Straßen sind schon ein wenig anders. Großes Vorderrad und gute Dämpfung sind hier von Vorteil.


Sárvár, HU. Wenn man keinen genauen Plan hat, muss man sich immer wieder neu orientieren. Navi bzw. Karte am Handy ist ganz praktisch, aber nichts schlägt die gute alte Papierkarte zum Ausfalten. Beine ausstrecken inklusive.


Müllverbrennungsanlage :-/


Die Landschaft ist sehr unterschiedlich. Viel wilder bewachsen, nicht so genau abgesteckt, getrimmt und eingezäumt. Abenteuerlicher.


Karte schauen, Flüssigkeit trinken. Es war doch recht warm, durch den Fahrtwind und die luftige Kleidung merkt man kaum, dass man schwitzt. Wenn man dann die Flasche ansetzt merkt man, wie durstig man eigentlich ist.


Wasser ging mir aus, hier habe ich mir dann neues besorgt. Dorfkreisler sind schon sehr praktisch.


Schließlich waren wir dann am in Sand. Einer unserer Wegpunkte, die wir erreichen wollten.


Mit nur einer GoPro ist es recht schwierig, unterschiedliche Kameraperspektiven zu finden. Man will ja nicht dauernd die Kamera ab- und anmontieren, und während der Fahrt geht das schon gar nicht. Ich überlege mir eine 360° Kamera zu besorgen.


Der Tag war einfach nur wunderbar.


Wohin jetzt …


Es wird abenteuerlicher.


Gut, dass wir Adventurebikes haben. ????


Warten am Grenzübergang Gola, um nach Kroatien einzufahren.
Es ist ungewohnt, länger stehen zu müssen, während Pässe inspiziert und überprüft werden. 15 Minuten später ging es wieder weiter.


Die Landschaft verändert sich wieder ein wenig.


Sehr idyllisch, hier zu fahren.


Nach Zagreb kommt Karlovac, und danach unsere Bleibe.


Wir sitzen schon über 8h im Sattel, langsam freuen wir uns auf die Ankunft.


Und endlich sind wir da. Das Restaurant, in dem Michael vor vielen Jahren wunderbare Cevapci gegessen hat.


Der Ausblick vom Zimmer und das Farbenspiel im Himmel sind beeindruckend.


Am meisten freut man sich über die Dusche am Ende der Fahrt …


… knapp dahinter steht dann das Feierabendbier.


Die Cevapci waren jedoch ein antiklimatisches Erlebnis. Sehr grob faschiert und in einem frittierten Brot serviert.


Bei der Neuübernahme und Namensänderung des Etablissements dürfte auch der tolle Koch von vor X Jahren verloren gegangen sein.

Wir waren „dead on our feet“, nach dem Bier ging’s umgehend in’s Bett.

 

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